Fettnapf, ick hör dir trappsen

Da habe ich doch mal ganz flapsig eine mir als sehr unangenehm beschriebene Gruppe mit Feministen in einen Topf geworfen, und wozu hätte man Freunde, wenn nicht, um auf so etwas hingewiesen zu werden, mit dem Kommentar, man möge doch bitte nicht so pauschalisieren.

Für alle, die dabei waren und mich – möglicherweise weil Feminismus zu ihrem Selbstverständnis gehört – im Fettnapf waten gesehen haben: ich bitte um Entschuldigung. Bestest of Friends: Danke.

Mir widerstrebt Feminismus im Allgemeinen, weil er zuerst den Unterschied und dann den Menschen sieht, aber ich kann ihn tolerieren und mehr, wenn er versucht, aus diesem Unterschied resultierende Ungerechtigkeit zu beheben.

Ich kann nicht tolerieren, wenn ein nicht willentlich beeinflussbarer Unterschied benutzt wird, um eine Gruppe abzuwerten oder zu benachteiligen, und das tut die Spielart des Feminismus, die ich als radikal bezeichne, genauso wie Rassismus, der statt in Penis und Vagina in braun und rosa einteilt.

Auf der anderen Seite finde ich es für mich völlig in Ordnung, gegen eine Menschengruppe aufgrund einer willentlich beeinflussbaren Eigenschaft eingestellt zu sein – nämlich beispielsweise der Entscheidung, Menschen aufgrund des Geschlechts oder der Hautfarbe abzuwerten. Genau das wollte mein flapsiger Vergleich sagen: die hören sich an wie die Art von Feministen, die nicht Ungerechtigkeit beseitigen, sondern vermehren wollen, und die mir persönlich so sehr ein Dorn im Auge sind.

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Über Silke Suck
Ich bin selbstständige Linux-Sysadmin und Webentwicklerin und seit Ende Juli 2009 Mitglied der Piratenpartei. Im September 2009 wurde ich zur Vorsitzenden des Kreisverbands Waldeck-Frankenberg gewählt, seit 2010 bin ich wieder Basispirat. Ich war fast drei Jahre - aus persönlichen und völlig parteiunhabhängigen Gründen - inaktiv und hole derzeit auf, was ich verpasst habe. Die Piratenpartei ist eine der wenigen Oasen in unserer Gesellschaft, in der ich mich einfach als Mensch akzeptiert fühle, in der ich nicht ständig das Gefühl habe, dass mein Frausein eine - negative oder positive - Rolle spielt. Um dieses Gefühl mitzuteilen, habe ich dieses Blog begonnen. Wer mich persönlich kennenlernen möchte, trifft mich jeden 1. und 3. Mittwoch beim Höchster Stammtisch in der Gaststätte Zum Bären am Höchster Schlossplatz in Frankfurt.

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