Und schon wieder schlagen die Wellen hoch – weil es ja nichts Wichtigeres zu diskutieren und zu bearbeiten gibt.
http://piraten-kalender-2010.de/23/ ist der Stein, pardon, Hintern des Anstoßes. Eine Frau, ausgebeutet und missbraucht, um die niederen Sextriebe sabbernder, natürlich männlicher, Piraten zu bedienen.
Liebe Leute, geht’s noch? Man mag der Meinung sein, dass das Motiv langweilig und unkreativ ist. Ich persönlich mag fülligere Frauen lieber (und Männer mit Bauch, was das betrifft). Aber ich würde mir nie anmaßen, Nil vorzuschreiben, ob sie Bilder von sich veröffentlichen darf oder nicht. Sie ist unübersehbar eine erwachsene Frau, der man doch bitte zutrauen darf, über sich selbst zu entscheiden – sie braucht keine männlichen Feministen oder besorgten Frauen, die ihr vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat.
Was die Veröffentlichung ausgerechnet für einen Kalender betrifft, stellt sich für mich die Frage, ob ein männlicher Piratenhintern für genauso viel Aufsehen sorgen würde. Vielleicht findet sich ja ein Pirat für das Experiment? Ich wäre bereit, zu wetten, dass die Aufregung sich in Grenzen hielte, und was wäre das anderes als Ungleichbehandlung und damit Sexismus?
An der Entscheidung, welche Bilder im Kalender abgebildet werden, wird, soweit ich das sehe, jeder teilnehmen können. Wenn die Zahl der dagegen-Stimmen ausreichend ist, kommt der Hintern nicht rein und fertig. Es gibt für mich keinen Grund, dass man sich jetzt um der Außenwirkung willen verbiegt. Piraten sind gut so, wie sie sind.
Können wir jetzt bitte zur Politik zurückkehren?
26. Oktober 2009 um 18:05 |
Danke.
26. Oktober 2009 um 18:12 |
und alle so: “Yeaahh” ;-)
26. Oktober 2009 um 20:24 |
Du sprichst mir aus der Sehle. Silke. :)
26. Oktober 2009 um 23:01 |
Auf den Punkt gebracht – danke!
27. Oktober 2009 um 00:38 |
Ein Kalender hat aber auch bei den Piraten wenig mit Politik direkt zu tun. Er kann vielleicht allerhöchstens ein wenig an bestimmte Themen erinnern. Ob so eine penetr-äh-permanente Erinnerung PR-psychologisch eine gute Idee ist lasse ich mal dahingestellt.
Bilder wie aus dem Pirelli-Kalender aber sind ohne jeden Kniff, Dreh, treffenden Spruch meines Erachtens eher ungeeignet für die Klientel der Piratenpartei – und diese Einsicht hätte ich dem/der/den Einsendern dieses Bildes auch gewünscht.
Ob sexistisch oder nicht, meine Güte, da ist die Dessous-Abteilung im Otto-Katalog aufregender als dieses Bild.
27. Oktober 2009 um 09:20 |
[...] First Tweet 5 minutes ago suchenwi Richard Suchenwirth http://silkepp.wordpress.com/2009/10/26/piratenarsch/ #Piraten & Gesäß retweet [...]
8. März 2010 um 19:46 |
Ich denke das ist eh nur ne Modeerscheinung.
10. März 2010 um 13:54 |
Typisch Feministen. Dabei ist doch gerade auch das Selbstbestimmungsrecht des Individuums zu achten. Komischerweise meinen Feministen immer, dass Andersdenkende nur dazu erzogen oder sogar gezwungen wurden irgendwas zu tun oder zu lassen. Das hat schon was von Verschwörungstheorie!
Wenn es nach Alice Schwarzer ginge, dann würden alle Frauen ungeschminkt in Säcken rumlaufen, nur um bloß nicht Opfer eines männlichen Blicks zu werden, quasi zum puren Lustobjekt der sabbernden Begierde hormongesteuerter Dreibeiner, wie der gemeine, selbsternannte Feminist sich das vorstellt.
Plem plem, sage ich dazu nur. ;)